Geschichten rund um Pferd und Hund

Heunetze in der Pferdehaltung

Letztens am Bodensee habe ich Schloß Salem besichtigt. Schloß Salem ist ja als Eliteinternat bekannt, man kann es aber teilweise auch besichtigen. Nur am Rande bemerkt, das kann ich jedem nur empfehlen, der mal ein paar Tage am Bodensee verbringt. Und bei der Gelegenheit vielleicht noch ein kleiner Tipp, Schloß Neuschwanstein lohnt sich nicht. Total überlaufen, extrem lange Wartezeiten und lange nicht so interessant wie z.B. Salem.
Aber jetzt mal zurück zu den Pferden. Im Schloß Salem kann man nämlich auch die mittelalterlichen Pferdeställe besichtigen. Für jeden Pferdefreund ein wahres MUSS. Es muß schon beeindruckend gewesen sein, wenn damals der König mit seinem 12 Spänner angereist kam. Dementsprechend professionell waren damals auch die Pferdeställe organisiert (und auch handwerklich schön gestaltet). Allerdings Ständerhaltung (nix mit Paddock) und (ja jetzt komme ich entlich auf die Fütterung) das Heu wurde einfach in Bottiche, die in jeder Box vorhanden waren, geschüttet. Von langsamen, artgerechten Fressen konnte man damals leider nicht reden. Und trotzdem gehört diese Art der Fütterung auch heute noch zum Standard.
Warum eigentlich? So ein Heunetz ist doch eine klasse Sache. Das Pferd kann sich seine Portion Heu langsam über einen längeren Zeitraum aus dem Heunetz zuppeln. Somit wird dem Tier sein Futter langsam zugeführt (übrigens sollten auch wir Menschen etwas langsamer und nicht so hektisch essen) und vor allen Dingen der Langeweile vorgesorgt. Gerade Tiere die in einer Box gehalten werden fressen die Portion Heu ratzfatz weg und langweilen sich danach zu Tode.
Tut euch selbst und eurem Pferd einen Gefallen und probiert mal ein Heunetz aus. Nur laßt euch nicht verleiten ein super billiges zu kaufen. Zum einen sind die qualitativ nicht so hochwertig (zerreißen folglich recht schnell) und vor allen Dingen haben die billigen Teile meist eine Maschenweite von 5 cm oder noch mehr.
Wie immer freue ich mich über ein (positives) Feedback und verweise an dieser Stelle noch auf einen Artikel, der die gleiche Thematik behandelt.

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