Geschichten rund um Pferd und Hund

Fliegenschutz – aber wie?

Dieses Jahr ist es aber auch besonders schlimm! Oder bilde ich mir das ein? Es gibt ja viele Pferdebesitzer, die stressfrei über den Fliegenbefall Ihrer Pferde hinwegsehen. Ich nicht! Fliegen finde ich prinzipiell einfach nur eklig. Und wenn die (m)einem Pferd an die Augen gehen, was ja eine bevorzugte Landebahn ist, kann ich schlecht an mich halten. Die letzten Jahre sind wir eigentlich mit ein bisschen Fliegenspray und einem Fransenstirnband gut über die Runden gekommen.
Dieses Jahr ist alles anders. Das Fliegenspray half irgendwie nicht so richtig. Manchmal habe ich den Eindruck gehabt, die Fliegen stören sich überhaupt nicht an dem Geruch. Im Internet habe ich dann den Hinweis gelesen, man solle das Fliegenspray regelmäßig wechseln, da sich die Fliegen an den Geruch gewöhnen würden. Nun ja, ich will jetzt hier keine Grundsatzdiskussion eröffnen. Zumal ich hierzu keine feste Meinung habe. Natürlich kann es sein, das sich Fliegen an einen Geruch gewöhnen. Aber warum sollten Sie das? Ich versetze mich jetzt mal in eine Fliege:
Da komme ich also auf die Weide meiner Wahl zugeflogen. Angelockt von so tollen Gerüchen (Pferdeäpfel, Pferdeschweiß, usw.). Eines der Pferde hat einen Geruch an sich, den ich absolut nicht mag. Warum sollte ich dieses Pferd trotzdem anfliegen? Da suche ich mir doch lieber ein besser riechendes Pferd.
Und das mit der Gewöhnung sehe ich auch ein bisschen skeptisch. Ich finde den Geruch von Schweißfüßen (hatte mal ein Kollege von mir, echt ekliger Geruch) absolut nicht zum aushalten. Wie sollte ich mich daran gewöhnen? Vor allen Dingen, wenn ich die Möglichkeit habe dem Geruch aus dem Weg zu gehen!
Wie auch immer, wir HABEN gewechselt. Von  Scheidler  zu diversen anderen Produkten der großen Hersteller. Irgendwie hat es das alles nicht so richtig gebracht. Ich denke mal positiv und vermute, das alle Produkte etwa gleich gut gegen Fliegen helfen. Was wir dann tatsächlich verwenden wird vom eigenen Geschmack und (hauptsächlich) von der Werbung gesteuert.
Im Internet bin ich natürlich auch auf die diversen Rezepte zum „Fliegenspray selber machen“ aufmerksam geworden. Hmmmmm, mag ja klappen. Mir ist aufgefallen, das die meisten Rezepte als Grundlage Essig oder schwarzen Tee vorschlagen. Essig leuchtet mir ja noch ein, wegen des komischen Geruchs. Oder lockt man da vielleicht Essigfliegen mit an? Die sind wenigstens nicht so groß 😉 . Aber schwarzer Tee? Vielleicht hat man danach ja einen Rappen? Spaß beiseite! Bei den weiteren Zutaten handelt es sich meist um ätherische Öle und sonstige Substanzen mit starkem Geruch (z.B. Knoblauch). Wenn jemand ein Rezept hat, welches wirklich funktioniert. Nicht nur bei dem eigenen Pferd, sondern auch bei Freunden und Kollegen, der kann (und soll) sich bitte bei mir melden. An dem Rezept bin ich wirklich heiß interessiert. Da wäre ich sogar bereit bei der Produktion und Vermarktung zu helfen sowie das Rezept hier zu veröffentlichen.
Wir haben uns nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, das Fransenstirnband

gegen eine Fliegenmaske auszutauschen. Zum Glück hatte ich noch einige auf Lager (August 2010). Denn die Großhändler haben mittlerweile leichte Lieferschwierigkeiten. Über Winter will ja niemand totes Kapital im Lager haben. Auch wenn ich ansonsten Fliegenmasken nicht besonders toll finde (daher auch immer ein Fransenstirnband), so erfüllen Sie ganz gut ihren Zweck. Zumindest die Augen sind vor den lästigen Plagegeistern geschützt. Der Rest des Körpers wird großzügig (meine Frau schimpft immer, weil das Zeugs so teuer sei) mit Fliegenspray eingesprüht. Dinah ist bei weitem nicht frei von Fliegen. Aber es hält sich zumindest ein bisschen in Grenzen und die Augen sind geschützt.
Übrigens gilt das oben gesagte auch für sonstige fliegende Ungeheuer aus dem Insektenreich.

1 Kommentar

  1. Sat Anlage:

    Danke sehr an den Autor.

    Gruss Tina

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