Geschichten rund um Pferd und Hund

Futterzusätze oder Huffestiger

Immer wieder werden zur Stärkung der Hufe diverse Futterzusätze angeboten. Abgesehen davon, dass die meisten unserer Freizeitpferde sowieso schon im Verhältnis zur täglichen Bewegung über ernährt sind halte ich nicht viel von diesen Zusätzen. Futterzusätze sind immer dann notwendig, wenn essentielle Nährstoffe fehlen. Denn dann folgen Mangelerscheinungen, die sich auch auf den Huf und sein Wachstum auswirken können. Aber bis dahin ist es ein langer Weg, das ist keine kurzfristige Sache. Denn die Futterzusätze haben nur auf die Neubildung und die Qualität des Horns während der Neubildung Einfluss. Unterhalb des Kronenrandes haben wir nur noch totes Material ähnlich unseren Fuß- und Fingernägeln. Dieses Horn kann man durch Futterzusätze nicht mehr verändern. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche und nicht zu reichliche Ernährung, dann kann man sich meiner Ansicht nach die Zusätze sparen. In Hinblick auf positive Einflüsse auf das bestehende Horn sind Futterzusätze sinnlos.

Andererseits sollte man nicht außer Acht lassen, dass es etwa ein Jahr dauert, bis das neu gebildete Horn unterhalb des Kronenrandes den Boden berührt. Also ist das Horn 12 Monate lang den täglichen Umwelteinflüssen unterworfen. Insbesondere natürlich der Tragrand aber auch die Sohle und bei beschlagenen Pferden insbesondere der Bereich um die Nägel. Hier ist es also schon sinnvoll mit festigenden Mitteln das Horn zu unterstützen und Mikroorganismen das Leben schwer zu machen. Auf keinen Fall sollte man (so wie früher üblich) Fette oder Öle auf das Horn aufbringen. Diese können sowieso nicht in das Horn einziehen, sind folglich nutzlos. Im Gegenteil, die Oberfläche des Horns wird versiegelt und der Flüssigkeitsaustausch behindert. Also lieber zu einem Produkt auf Wasser- oder Essigbasis greifen. Sehr beliebt und in der Praxis oftmals bewährt ist der Huffestiger von Keralit. Alternativ von Mustad das Tuff Stuff, welches auf Essigbasis hergestellt wird sowie der Huffestiger von Terrahipp.

Anwendung der Huffestiger.
Die Hufhärter werden logischerweise von unten auf den Tragrand, die weiße Linie und gegebenenfalls noch auf die Sohle aufgetragen. Bei beschlagenen Pferden die Hornwand inklusive der Nagellöcher. Pfoten weg vom Kronenrand! Da gehört kein Huffestiger hin. Den Kronenrand kann man lediglich mit Lorbeeröl zur Stimulierung des Hornwachstums auftragen.

1 Kommentar

  1. Lustigistwitzig:

    Apropo Futter, und als Pferdeliebhaber sind hier ja sicherlich auch viele Veganer.
    hier mal was witziges zum schmunzeln: Reis blutet nicht
    🙂

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