Geschichten rund um Pferd und Hund

Kindesmissbrauch im Pferdestall

Waren Sie heute auf der Internetseite der Bild? Nein? Dann haben Sie nicht viel verpasst! Was mir beim Überfliegen der Überschriften (mehr kann und sollte man dort nicht lesen) aufgefallen ist, ist ein Artikel, der sich mit einem angeblichen Missbrauch von jugendlichen Mädchen in Hagen befasste. Dort wurde angeblich die Tierliebe eines Kindes sträflich mißbraucht. Und zwar mit der Drohung, sonst würde das geliebte Pflegepferd eingeschläfert.

Nunja, der Wahrheitsgehalt von Artikel in der Bildzeitung sowie deren Internetpräsens brauche und will ich hier nicht schreiben. Und was in diesem speziellen Fall vorgefallen ist, dass sollen mal besser die Gerichte klären. Aber sicherlich ist es nicht falsch, diesen Artikel mal zum Aufhänger zu nehmen, um Eltern und insbesondere Kinder etwas kritisch einzustimmen.

Einschub Beginn:
Bitte jetzt nicht falsch verstehen. Es gibt ganz viele Erwachsene, die sich für den Reitsport interessieren und Ihr Wissen und Können gerne an Kinder weiter geben. Meist in Form von Reitbeteiligungen. Aber auch ein kleiner Tipp am Reitplatz oder beim sonstigen Umgang mit den Tieren kann bei interessierten Kindern viel für das Pferdeverständnis tun. Daher bitte immer daran denken, nicht jeder, der Kinder beim Reitsport unterstützt, ist gleichzeitig ein potentieller Kinderschänder.
Einschub Ende:

Meiner Ansicht nach können die Kinder am Stall schon sehr gut unterscheiden, ob Sie jemanden vertrauen können oder nicht. Gemein finde ich in oben genannte Fall allerdings die angebliche Drohung, man würde das Pferd einschläfern lassen, wenn das Kind nicht zu Willen sei. Diese Drohung wird meiner Beobachtung nach gerne verwendet um Reitbeteiligungen unter Druck zu setzen. Ich habe es selber einmal beobachtet, dass einem Mädchen mit folgenden Worten gedroht wurde: Bevor du noch einmal an das Pferd kommst, lasse ich es lieber einschläfern. Diese Drohung damals (schon einige Jahre her) hatte keinen sexuellen Hintergrund. Trotzdem ist es absolut daneben, logisch nicht nachvollziehbar und emotional wohl in die unterste Schublade einzuordnen. Wenn Sie dies als Eltern von halbwüchsigen, pferdebegeisterten Kindern lesen, möchte ich Sie herzlich darum bitten, mal ein offenes Wort mit Ihren Kindern zu sprechen. Denn wenn solche Drohungen ausgesprochen werden, sollte das Kind schon genug Vertrauen, Sicherheit und Hilfe bei den Eltern finden. Darüber im Vorfeld mal zu reden kann sicherlich auch dann nicht schaden, wenn kein Missbrauchsverdacht vorliegt. Eventuell lassen Sie Ihr Kind auch einfach mal diesen Artikel über „Ganz wichtige Informationen für Reitermädchen“ lesen.

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