Geschichten rund um Pferd und Hund

Archiv: November 2011

Schützen Sie Ihre Hände!

Allen guten Vorsätzen zum trotz vergisst man es leider immer wieder. Nämlich den Schutz des eigenen Körpers. Als objektiver, außenstehender Beobachter hat man manchmal den Eindruck, mancher Pferdefreund (in) legt mehr Wert auf das Wohlergehen seines Reittiers als auf das eigene.

Aktuell sind letztens einer Reitbeteiligung die Zügel durch die Finger gerutscht. Das hört sich auf den ersten Blick harmlos an, ist es aber mitnichten. Denn jeder, dem schon mal ein Strick oder wie in diesem Fall die Zügel, durch die Hand gerissen wurden kennt die schmerzhaften Folgen solch einer Verbrennung (durch die Reibungswärme).

Ich werde oftmals etwas schief angesehen und mitleidig belächelt, weil ich bevorzugt mit Handschuhen arbeite. Selbst im Hochsommer trifft man mich meist am Stall mit Handschuhen an. Diesmal wurde ich allerdings nicht belächelt, sondern als Vorbild hingestellt. 😉

Also denken Sie daran, im Umgang mit Pferden sollte man auch immer an den Schutz der Hände denken. Es müssen ja nicht unbedingt die groben Arbeitshandschuhe sein. Gerade zum Reiten bieten sich feine Lederhandschuhe an.

Dallmer Komplettschuh

Immer wieder werden wir gefragt, welche Hufschuhe wir persönlich empfehlen. Die Antwort die wir dann geben könnte fast von einem Juristen stammen: Es kommt darauf an! Viele Faktoren spielen da eine Rolle. Tendenziell raten wir zu den erprobten Produkten von Dallmer (Dallmer Clog) und von Landers (Renegade Hoofboots).

Viele Kunden gehen leider nicht von den tatsächlichen Fakten aus, sondern verlassen sich lieber auf gut gemeinte Ratschläge der Reiterfreunde. Kann ich natürlich auch verstehen. Wenn der langjährige Reiterfreund(in) gute Erfahrungen mit den Dallmer gemacht hat, glaubt man dem natürlich. Aber jedes Ding hat ja bekanntlich zwei Seiten. Nur weil der Boxennachbar mit den Renegades gut klar kommt, muss mein Pferde ja auch nicht unbedingt damit gut klar kommen.

Letztens habe ich zum Beispiel einer Kundin bei der telefonischen Beratung zu Dallmer Clogs geraten. Eine Stunde später (das Paket war bereits versandfertig) rief die Kundin nochmals an und änderte die Bestellung in ein Paar Renegade Hoofboots. Im Grunde kein Problem, da das Paket ja noch nicht im Versand war. Aber lustig fand ich die Aussage: Meine Stallkollegin hat gesagt ich solle mich nicht bequatschen lassen sondern die (nach Ihren Erfahrungen) besseren Renegades nehmen. Das ich nur fachlich richtig beraten habe war beim zweiten Gespräch nicht mehr von Bedeutung. Naja, die Renegades sind deutlich teurer und verdienen tun wir da auch mehr dran. Und im übrigen ist ja der Kunde König.

Aber zurück zum Thema: Ein oftmals vorgebrachter Einwand ist der, dass die Dallmer ja unten offen sind. Bei fühlig laufenden Pferden hat man da oft die Befürchtung, dass sich doch von unten Fremdkörper in die Sohle drücken. Das Argument zieht allerdings jetzt nicht mehr. Denn die Firma Dallmer bietet Einlegesohlen an, die den Schuh nach unten hin dicht machen.

  • Dallmer Clog mit Einlegesohle
  • Einziges Manko dabei ist, dass man die Einlegesohlen zuschneiden muss. Das ist aber im Grunde kein Problem. Für unsere Kunden bieten wir sogar den kostenlosen Service an, die Einlegesohlen zuzuschneiden bzw. grob vorzuschneiden. Der Kunde braucht dann nur noch die Feinanpassung zu machen. Das geht mit einer Raspel oder für Mutige auch mit dem Teppichmesser (Achtung Verletzungsgefahr) sehr gut und ist auch durch ungeschickte Menschen durchaus machbar. Dann hat man einen tollen, robusten Hufschuh und spart auch noch.

    Sofern Sie sich übrigens wundern, wofür die 6 Löcher in der Sohlen sind: Da werden die Spikes reingesteckt.

    Nachtrag vom 14.03.2014:
    Übrigens zeichne ich, wenn der Dallmer Clog mit den Stegen auf die richtige Breite eingestellt ist, den Umriss des Schuhs auf die Einlegesohle. Dann säge ich das überstehende Material mit einer Kreissäge ab (das geht am schnellsten) und glätte die Kanten mit einem Bandschleifer. Das Ergebniss ist absolut perfekt.