Geschichten rund um Pferd und Hund

Archiv: Juli 2010

Wir sind Hundehalter: Jetzt geht der Verwaltungskram los.

Wie Ihr ja wisst, sind wir jetzt stolze Hundeeltern. Nene, Bronco soll und ist kein Kinderersatz für uns. Unsere Kinder (genau , genommen Kind) studieren und sind schon aus dem Haus. Aber trotzdem fühlt man sich als Besitzer eines Welpen in die Elternzeit zurückversetzt. Erziehung, Sauberkeit, gutes Benehmen, jeder Hundebesitzer und erst recht alle Eltern wissen genau wovon ich rede.
Als vorbildlicher Staatsbürger bin ich natürlich sofort los und habe mich informiert. Es wird ja so viel über Sachkundenachweis, Leinenzwang, Kampfhunde, usw. geredet, da kann einem juristischen Laien schon etwas schwindelig werden ;).
Aber eigentlich ist das ganze Prozedere recht einfach. Als erstes setzte ich mich mit meiner Versicherung in Verbindung, ob Hunde in der PHV (Privathaftpflichtversicherung) eingeschlossen sind. Neeee, sind sie natürlich nicht. Also mal eben online eine Hundehalterhaftpflicht abgeschlossen. Normalerweise bekomme ich nach ein paar Stunden eine Versicherungsbestätigung. Aber nicht bei einer Hundehalterhaftpflicht. Irgendwie reagieren bei dem Stichwort Hund alle etwas panisch ;). So auch die HUK24. Die teilten mir nämlich sofort mit, das KEIN vorläufiger Versicherungsschutz bestehe und ich doch bitte die Rasse mitteilen soll. Die hatten wohl Angst, ich hätte mir einen Kampfhund zugelegt. Ich habe denen dann mitgeteilt, das es sich um einen Mischling zwischen Hütehund und „großem Fragezeichen“ handelt. Das die Rasse des Vaters nicht bekannt ist, hat die HUK dann doch nochmal zum Nachfragen bewegt. Irgendwie alle etwas ängstlich. Aber nachdem ich denen noch ein paar Details geschildert habe war alles OK. Vielleicht lag es auch am Foto, welches ich denen gemailt habe ;).

kleiner Bronco

Soooo, Versicherungsschutz hatten wir nun. Weiter zum Einwohnermeldeamt. weiterlesen… »

Hufpflegemittel, Sinn und Unsinn

Jeder Pferdebesitzer möchte natürlich nur das Beste für seinen Vierbeiner. Und gerade die vier Beine müssen ja auf einer vernünftigen Basis stehen. Und dafür ist so manchem Pferdenarren kein Preis zu hoch und jedes Mittelchen muß ausprobiert werden.
Aber jetzt mal ernsthaft betrachtet. Was sollte man neben der täglichen Hufreinigung seinem Liebling noch angedeihen lassen. Es gibt da ja eine Vielzahl von „Spezialmitteln“, diverse Öle und Fette und weiterlesen… »

Reparatur von Lederartikeln—–Als Mann muß man wirklich für alles herhalten!

Meine Frau meinte letztens beim Frühstück, das an Ihrem Lieblingshalfter (Leder) eine Naht aufgegangen sei. Ob ich mich denn mal darum kümmern könne. Was macht man nicht alles als Lebensabschnittsgefährte 😉

Meine Frau meinte wohl, ich brächte das Halfter zu irgendeinem Schuster, Schlüsseldienst o.ä. Da hat sie die Rechnung allerdings ohne mich gemacht. Ich habe nämlich noch eine alte Singer Nähmaschine weiterlesen… »

Wir müssen jetzt spanisch lernen

Seit kurzem sind wir stolze Hundeeltern. Wie Ihr an der Überschrift leicht erkennen könnt, ist der kleine Kerl aus Spanien. Aber der Reihe nach.
Meine bessere Hälfte hatte früher einen Beagle und wollte eigentlich immer schon einen „Ersatzhund“. Allerdings ging das bei uns beiden beruflich nicht so richtig. Bei aller Begeisterung für die Hundehaltung: Wenn man einer abhängigen Beschäftigung nachgeht (auf gut Deutsch, man ist irgendwo angestellt) kann man keinen Hund halten. weiterlesen… »

Renegades Anziehen, Ausziehen, Einstellen

Zur Zeit sind bei den Hufschuhen die Renegades aus den USA sehr beliebt. Da sich immer wieder mal Kunden bei uns melden die (sowohl vor als auch nach dem Kauf) Informationsbedarf haben und die Fragen naturgemäß oft gleichartig sind, habe ich hier mal die wichtigsten Fakten zusammengestellt. weiterlesen… »

Wir suchen eine neue Pferdebox

Seit einiger Zeit schon wollte ich einen Artikel über die Suche nach der richtigen Pferdebox bzw. nach dem richtigen Pferdestall/Pferdehof verfassen. Anlass war (du wirst es schon ahnen) unser eigener Stallwechsel und die vorherige Suche. Aber solch ein komplexes Thema braucht seine Zeit. Und die habe ich mir heute am sonnigen Samstag mal gegönnt. Also Laptop gepackt, ruhige Ecke am Stall gesucht und los geht es. Herausgekommen ist ein recht langer Artikel, der leider nicht mehr online verfügbar ist.

Hier im Blog möchte ich mich mal etwas ironisch über einige Ställe äußern, die wir bei unserer Suche besichtigt haben. Da waren (aus meiner Sicht) schon ein paar echte Knaller dabei, über die man zum Teil mehr als schmunzeln oder den Kopf schütteln kann. Ich bringe einfach mal ein paar Beispiele zur allgemeinen Unterhaltung:

Der erste Stall war echt klasse gelegen. Nähe der Haard, das ist ein beliebtes, waldiges Ausreitgebiet. Die wurde uns eine wunderschöne Paddockbox angeboten. Passte wirklich alles. Bis auf den Ausgang zum Paddock. Die Tür war sehr schmal und nicht besonders hoch. Für ein Shetlandpony sicherlich gut geeignet. Aber die Box schönzureden, bei einem Kleinpferd mit Stockmaß von 152 cm, zeugt von keinen besonderen Sachverstand. Die Box sollte die nette Stallbetreiberin lieber als Shettybox anbieten.

Ein anderer Stall war auch recht „interessant“. Die Betreiberin hatte sich auf einem Feldweg mit uns verabredet, da der Stall etwas versteckt liegt. OK. Wir standen also auf dem Feldweg, wussten überhaupt nicht wohin, sahen in einiger Entfernung Pferde. Aber wo war unsere potentielle Stallbetreiberin. Naja, wir leben ja im 21. Jahrhundert. Also Handy raus und angerufen. „Ach, SIE habe ich ja ganz vergessen, ich bin in 10 Minuten da!“. War sie dann auch. Als kleine Pächterin, die noch mehrere freien Plätze hat ein nicht unbedingt geschicktes Verhalten. Unser erster (negativer) Eindruck war aber noch nicht alles, da kann man doch noch einen drauf setzten. Also erst mal über den Vorpächter meckern, weil der so ein großes Chaos hinterlassen hat. Allerdings hat es die neue Betreiberin innerhalb von mehreren Jahren auch nicht geschafft das Chaos zu beseitigen. Aber zumindest etwas eingedämmt. Richtig Schluss war allerdings, als wir in einem Offenstall standen und von mehreren (sehr lieben und zutraulichen) Pferden umgeben waren. Die waren natürlich Neugierig und kamen uns auch etwas nah. Nicht schlimm, im Gegenteil, wir streichelten die Tiere, alles sehr Harmonisch. Bis eines der Tiere versehentlich auf den Fuß der Betreiberin trat. Das veranlasst die „nette“ Dame (äh, meine natürlich Frau) dazu das betreffende Pferd in den Bauch zu treten. Somit hatte sich dieser Stall auch erledigt. Jähzornige oder leicht aufbrausende Menschen sollten keine Pferde halten!!! Des weiteren lockte der dazugehörige Matschauslauf auch nicht so wirklich.

Am nächsten Stall waren wir vom Bauern (Landwirt, Stallbetreiber) angenehm überrascht. Normalerweise hängt ja gerade den „alten“ Bauern der Ruf an, sie seien mundfaul und oft brummelig. Aber nicht dieser. Eine wirklich nette Unterhaltung auf fachlich hohem Niveau. Der Mann wusste wovon er sprach. Allerdings waren wir ein klein wenig negativ eingestellt, weil das entsprechende Ausreitgelände fehlte (für uns ein relativ wichtiges Kriterium, obwohl Dinah zur Zeit mal wieder lahmt). Dinah sollte hier in einem Offenstall stehen. Und da kam dann der absolute Knaller (den ich bis heute nicht verstehe, da der gute Mann sonst sehr kompetent und vernünftig war). Der Offenstall bestand aus einem Außengelände und einem großen, extra abgezäuntem Raum in der Scheune. So weit so gut. Leider waren der Innen- und Außenbereich nur durch einen einzigen kleinen Durchgang verbunden. Für ein Fluchttier nicht so toll. Und für den Fall das ein Tier von einem ranghöherem Pferde in die „Mangel“ genommen wird, welches den einzigen Ausgang blockiert——–ich schreibe gar nicht weiter sondern überlasse den Rest eurer Phantasie.

Auf zum nächsten Stall. Da hatten wir Dinah sogar ein paar Tage (leider) stehen. Jetzt wirst du dich bestimmt fragen, wie das denn kommt. Erst macht der Schreiber hier auf große Hose und dann solch ein eklatanter Fehlgriff. Naja, wir waren selber schuld. Irgendwie ließen wir uns auch hier von den netten Stallbetreibern und deren Versprechungen blenden. Außerdem kam die regionale Nähe (10 Minuten Fußweg, mit dem Auto einige Sekunden) zu unserem Haus hinzu. Zu spät merkten wir, das an diesem Hof Realität und Erzählungen der Stallfamilie weit auseinanderklafften. Angeblich sollten die Tiere jeden Tag auf die Weide oder Paddock. War wohl nichts. Nachdem wir sie direkt ansprachen was denn mit Weidegang sei, wurden die Tiere auf die Weide gestellt. Allerdings nicht unseres. Naja, sinnvoll, Dinah musste sich ja erst an die anderen Tiere gewöhnen (und die anderen an Dinah). Ich kenne es nur so, das man von der Weide / Paddock eine kleine Fläche abtrennt und das neue Pferd dort draufstellt (oder auf die Nebenweide mit möglicher Kontaktaufnahme über dem Zaun, sofern möglich). Aber das wollte der Bauer nicht (die Tiere könnten ja den Zaun umrennen und sich verletzen, törööööö törööööö, haben wir schon Karneval). In diesem Moment zweifelte ich ein bisschen an der Fachkompetenz des Bauern. Mit seinen Schweinen mag er sich ja auskennen dachte ich mir, mit Pferden eher nicht. Da fällt mir gerade ein, meistens verwies er und seine Frau an seine 13-jährige Tochter. Die durfte natürlich nicht entscheiden und hat dann ständig den Papa gefragt. Also ab jetzt immer direkt zum Bauern. So, und dann kam der Knaller schlechthin. Statt Dinah auf die Weide bzw. Nachbarweide zu stellen, kam sie am nächsten Tag alleine in den Laufstall der anderen Pferde, nachdem diese auf die Wiese gelassen wurden. Dinah war nun mutterseelenallein in dem fremden Laufstall ohne Sicht zu den anderen Pferden. Nach 10 Minuten war das Pferd naßgeschwitzt, krähte sich die Lunge aus dem Leib (es war da noch Frühjahr und nicht Hochsommer) und der Bauer meinte, die würde sich schon wieder einkriegen, alles nicht so schlimm. Daran müsse sie sich jetzt gewöhnen. Das war’s dann. Dieser Stall war für uns wohl doch nicht das Richtige. „Warum wir uns nicht vorher informierten?“ fragt sich nun so manch einer. Das haben wir. Leider haben wir uns das allererste mal auf die Aussage: „Kommt erst einmal mit Eurem Pferd, das regeln wir dann schon alles“ verlassen.

Jetzt steht Dinah wieder an einem Stall, den Sie noch aus ihrer Folenzeit kennt. Die Stallbetreiber haben uns mit Kusshand wieder aufgenommen (das macht schon ein bisschen stolz) und alle sind glücklich.